Freiwillige Feuerwehr Ising

Blaulichtorganisationen arbeiten Hand in Hand!

27.03.2020

Die Örtliche Einsatzleitung als zentrales Element im Katastrophenfall

Traunstein. Wo ansonsten Sitzungen und Besprechungen der Mitarbeiter bzw. Gremien des Landratsamtes abgehalten werden, ist in den letzten Tagen stabsmäßig eine Kommandozentrale für sämtliche Einsatzkräfte des bayernweit ausgerufenen Katastrophenfalls entstanden. Ausgestattet mit moderner Technik laufen hier die Fäden aller Blaulichtorganisationen zusammen. „Wenn sich draußen vor Ort die Ereignisse überschlagen, heißt es in der Einsatzleitung einen kühlen Kopf zu bewahren und auf die neuen Herausforderungen eine passende Lösung zu finden“, erklärt Simone Ober vom Team der Stabsstelle S 5 für „Öffentlichkeits- und Medienarbeit“. Das Team der Einsatzleitung funktioniert wie ein Uhrwerk bei dem jedes Rädchen ins andere greift. Nur so werden die richtigen Entscheidungen zu den unterschiedlichsten Problemstellungen herbeigeführt, beschreibt Hobmaier die gesamten Abläufe des gemeinsamen Einsatzstabes.

Die Gesamtleitung obliegt dem sogenannten „Örtlichen Einsatzleiter“. Dieser wurde bei Ausrufen des Katastrophenfalles durch den Landrat Siegfried Walch bestellt. Für den Einsatz rund um den Katastrophenfall „Corona“ wurde Kreisbrandrat Christof Grundner (Feuerwehr) bestellt. Als sein Stellvertreter steht mit Franz König (Technisches Hilfswerk) ein großschadenslagenerfahrener Mann in den Startlöchern. Er kommt bei Verhinderung oder „Ausfall“ von Christof Grundner als Örtlicher Einsatzleiter zum Zug. Dem sogenannten ÖEL obliegt die Gesamtverantwortung für die operativ- taktische Komponente im Katastrophenfall, also die Einsatzabwicklung vor Ort und insbesondere den Material- und Kräfteeinsatz aller Hilfsorganisationen.

Aus allen Bereichen werden Experten als Fachberater in den Krisenstab entsandt. Diese bilden die Bindeglieder und den direkten Draht von den beteiligten Einheiten in den Stab und umgekehrt. So üben führende Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes samt Berg- und Wasserrettungseinheiten einschließlich dem leitendem Notarzt, des Malteser Hilfsdienstes, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, dem Technischen Hilfswerk, der Feuerwehren im Landkreis, der Integrierten Leitstelle in Traunstein sowie der Bayerischen Polizei die Aufgabe dieser enorm wichtigen Bindeglieder aus.

Der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung kommt im Katastrophenfall eine ganz besondere Bedeutung zu. Ihre Mitglieder sorgen für die Rahmenbedingungen und die grundsätzliche Arbeitsfähigkeit des Stabes. Sie bereiten also die Räumlichkeiten vor und zeigen sich für den laufenden Betrieb verantwortlich, darüber hinaus übernehmen sie viele administrative Arbeiten wie
beispielsweise die Zutrittskontrollen oder die Organisation des e-mail Verkehrs. Bernhard Huber als Chef der UG-ÖEL übt dabei die Funktion als „Leiter des Stabes“ aus und ist Ansprechpartner für fast alle Belange rund um den Betrieb im Stabsraum.

Die Örtliche Einsatzleitung wird durch sechs Stabsstellen ergänzt, die jeweils unterschiedliche Sachgebiete leiten. Der sogenannte S 1 ist in erster Linie für das Personal verantwortlich und sorgt unter anderem dafür, dass genügend Einsatzkräfte am richten Ort sind. Der Bereich „Einsatzlage“ wird durch den S 2 abgedeckt. Er und seine beiden Mitarbeiter, dem sogenannten „Lagekartenführer“ sowie dem Verfasser des Einsatztagesbuches, obliegt die Lageerfassung und Darstellung. Dies sind zentrale Elemente für die weitere Einsatzplanung und deren Beurteilung.

„Planung – Befehlsgebung – Erfolgskontrolle“ so lässt sich der Arbeitsauftrag für die Stabsstelle S 3 zusammenfassen. Diese zeigt sich für die Einsatzabwicklung aller Hilfskräfte verantwortlich. Den Versorgungsauftrag hat die Stabsstelle S 4 inne. Dies reicht von der Organisation der Verpflegung über Kraftstoffe und Unterbringungsmöglichkeiten bis hin zur Organisation von Fremdleistungen wie beispielsweise Baggern oder Lastwägen für Transportaufgaben.

Der Presse- und Medienarbeit obliegt in unserer modernen Welt eine große Bedeutung. Zusammen mit der Pressestelle des Landratsamts Traunstein sorgen die Mitglieder der Stabsstelle S 5 dafür, dass die richtigen Informationen dort hinkommen, wo sie gebraucht werden. Eine Schlüsselrolle obliegt der Stabsstelle S 6. „Information und Kommunikation“ ist bei großen Einsätzen ein zentrales Thema und von enormer Bedeutung. Ohne die richtigen Kommunikationswege und -möglichkeiten würden Informationen und Aufträge nicht dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

In der kommenden Zeit werden wir die Aufgaben der einzelnen Positionen noch näher beleuchten und zeigen, welche Gesichter sich hinter den „Arbeitsplätzen“ verbergen. Darüber hinaus stellen wir alle beteiligten Hilfsorganisationen und ihre Arbeit vor und werden zeigen, was die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte leisten. Hob

Informationen:

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